Jahrzehnte lang war das Rathaus Dienstleistungszentrum der Verwaltung für die Bürger in Wehen. Mit der Zentralisierung
und dem Neubau des Rathauses im Zentrum von Hahn ging diese Bedeutung verloren. 
Heute beherbergt das Gebäude Artzpraxen und die Verwaltung eines bekannten Investment-Fonds. Wehen wurde im Jahre 1227 erstmals urkundlich erwähnt, und zwar im Zusammenhang mit dem seinerzeit in Wehen ansässigen Adelsgeschlecht de Wehena.1323 bekam der Weiler Wehen von Kaiser Ludwig dem Bayern die Stadtrechte zugesprochen und wurde mit einer Stadtmauer befriedet.
Um 1330 wurde auf Veranlassung Graf Gerlachs I. von Nassau-Weilburg mit dem Bau des Schlosses begonnen.
Nach der Erbteilung 1346 fiel Wehen an Johann I. (Nassau-Weilburg). Seither war das Schloss Gerichts- und Verwaltungssitz für den Wehener Grund (das Gebiet zwischen Kirberg, Idstein, Bad Schwalbach und Wiesbaden).
1593 bis 1655 erhielten Gräfin Anna, die Witwe von Albrecht (Nassau-Weilburg) und seine Schwiegertochter Elisabeth von Nassau-Weilburg das Wehener Schloss als Witwensitz zugesprochen. Auf Annas Engagement hin wurde 1599 die erste öffentliche Schule der Region gegründet.
1780 wird Karl von Ibell, der spätere Nassauische Regierungspräsident, im Wehener Schloss geboren. Die evangelische Kirche wurde zu Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut.
Die Wehener sind natürlich der Ansicht, daß Wehen der schönste Stadteil von Taunusstein ist. 
Überzeugen Sie sich selbst davon. Das Wirthaus im Schloss vom Innenhof des Schlosses aus gesehen. Nach jahrelangem Brachliegen und Verfall wurden im Herbst 2009 in neuem Gebäude Geschäfte und ein Cafe eröffnet Um 1330 wird mit dem Bau des Schlosses begonnen. Von 1346 an ist der Gebäudekomplex Gerichts- und Verwaltungssitz für den Wehener Grund. 
Das Wehener Schloss wurde unter anderem als Witwensitz und Jagdschloss genutzt. 
1995 wurde das Museum der Stadt Taunusstein in den Räumen des Wehener Schlosses eingerichtet.
2000 wurde es nach  einer Grundsanierung des Gebäudekomplexes wiedereröffnet

TV 1873 Wehen e.V.

Spass am Sport seit über 100 Jahren

>> Historie <<

HISTORIE

 

135 Jahre Turnverein Wehen



- Ein kurzer historischer Rückblick -


Nach dem gewonnenen deutsch-französischen Krieg 1870/71 und der ihm folgenden Reichsgründung ging eine nationale Welle durch ganz Deutschland. Städte wuchsen, Firmen wurden gegründet, der Eisenbahnverker entwickelte sich, allenthalben entstanden Vereine.

Auch in Wehen fanden sich 1873 8 Bürger, die dem Gedanken des „Turnvater“ Jahn anhingen und deshalb einen Verein gründeten, der der Beginn unseres Turnvereins ist. Bereits wenige Jahre nach seiner Gründung wird eine „Riege für Zöglinge“ und eine „Altersriege“ gebildet, ein Beweis dafür, dass der neue Verein sehr aktiv war und neue Mitglieder zu sportlichem und geselligem Leben drängten. Zum 20-jährigen Bestehen veranstaltete man einen Fackelzug mit Festcommers und Feuerwerk sowie ein Schauturnen. Familienabende, Maskenbälle und Wanderungen ergänzten die sportlichen Aktivitäten. Um die Jahrhundertwende zählte der Verein 69 aktive Mitglieder. Es begannen Bemühungen um den Bau einer eigenen Turnhalle, die jedoch durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 zunichte gemacht werden. Nach dem Krieg werden die sportlichen Aktivitäten bald ausgedehnt. Eine „Damenriege“ wird gebildet; Faustball, Stabhochspringen und Rhönradturnen werden betrieben. Da immer noch eine vereinseigene Turnhalle fehlt, müssen die Übungsstunden in den Sälen der ortsansässigen Gasthäuser abgehalten werden.

Die Festlichkeiten zur 50-Jahrfeier (1923) leiden unter den Auswirkungen der rapiden Inflation. Trotzdem werden ein bescheidenes Fest und ein kleiner Festzug durchgeführt. Der Bau einer Turnhalle ist in greifbare Nähe gerückt, als 1933 die Machtergreifung der NSDAP allen demokratisch verfassten Institutionen den Todesstoss versetzte. 1935 fand letztmals eine geschlossene Turnveranstaltung statt, dann bricht der Verein auseinander.

Am 3. Juli 1948 fand die 1. Mitgliederversammlung nach dem Kriege statt und 1949 hat der Verein bereits wieder 239 Mitglieder. In den kommenden Jahren ging die Entwicklung steil nach oben. Neue Aktivitäten sind Handball, Schwimmen, Leichtathletik, Judo und Tischtennis. Rad- und Fusswanderungen sind allgemeine Betätigungsfelder. 1967 geht endlich ein Wunschtraum in Erfüllung, denn Wehen erhält eine grosse Schulturnhalle, die künftig auch dem Turnverein zur Verfügung steht. Eine Badminton-Abteilung wird gegründet, „Turnen für Mutter und Kind“ beispielgebend eingeführt.

1973 kann unser Verein sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Jubiläumsball, -Empfang, ein Sommernachtsfest auf dem Halberg sowie Kinder- und Jugendveranstaltungen sind die äusseren Kennzeichen eines Festes, das von ganz Wehen - inzwischen ein Stadtteil der neu gebildeten Stadt Taunusstein - gemeinsam begangen wird.

Bald aber zeigte sich, dass die vorhandenen Sportstätten dem Andrang von sportbegeisterten Menschen nicht mehr Rechnung tragen konnten. Die Zunahme der Wohnbevölkerung hatte zur Folge, dass immer mehr Interessenten in den Verein aufgenommen werden wollten. Improvisationskunst war notwendig; die laufende Überbelegung der Übungsstunden erforderte neue Trainingsmöglichkeiten. Nach langwierigen Verhandlungen und Vorbereitungen, an denen unser Verein massgeblich beteiligt war, wurde schliesslich der Bau einer Mehrzweckhalle am Wehener Marktplatz beschlossen und 1984 realisiert. Endlich konnten die sportlichen Aktivitäten ausgedehnt werden.

Turniere und Veranstaltungen auf überregionaler Ebene, die früher oft infolge Platzmangels oder mangelhafter Ausstattung abgesagt werden mussten, konnten nun ausgerichtet werden und fanden einen entsprechenden Rahmen. Auch die gesellschaftlichen Veranstaltungen (Familienabende, Fastnachtsitzungen, Konzerte, Empfänge usw.) erfolgen jetzt in einem ansprechenden Ambiente. Der in den letzten Jahren erfolgte Ausbau der Sportstätten auf dem Halberg und bei der Hahner Gesamtschule verbesserte die Übungsmöglichkeiten für unsere aktiven Vereinsmitglieder.

Seiner langjährigen heimatverbundenen Tradition verpflichtet, übernahm unser Verein gegenüber der Stadt Taunusstein die Verpflichtung - gemeinsam mit anderen Vereinen unseres Stadtteils - alljährlich den Wehener Markt auszurichten, eine Aufgabe, die immer wieder alle hilfswilligen Kräfte unseres Vereins viele Stunden und Tage fordert.

Heinz-Martin Bayer